Nachfolgend wollen wir uns einen Überblick über die wesentlichen Kenndaten eines Oszilloskops verschaffen. Oszilloskope sind heute in einem weiten Preisbereich von etwa 150 EUR bis zum Preis eines Automobils der Kompaktklasse erhältlich. Entsprechend unterscheiden sich die konkreten Kenndaten. Die wichtigsten sind:

Anzahl Kanäle:                         meist 2 – 8
Am weitesten verbreitet sind 2-Kanal-Geräte.

Grenzfrequenz:                       ca. 50 MHz … 5 GHz
Dies ist an sich der wichtigste Wert zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines Oszilloskops, da die meisten anderen Kenndaten damit korrelieren. Siehe hierzu auch die Ausführungen zum Frequenzgang (u. a. Bild 21).

Abtastrate:                                ca. 1 MSa/s…10 GSa/s (Sa: Sample = Abtastung)

Speichertiefe:                           ca. 10 kPts…1 GPts (Pts: Points = Messwerte)

Auflösung:                                 ca. 8…12 Bits

Horizontale Empfindlichkeit:  ca. 100 ps/div…1.000 s/div

Vertikale Empfindlichkeit:       ca. 1 mV/div…10 V/div

Eingangsimpedanz:                 meist 1 MΩ (ggf. auf 50 Ω umschaltbar), ca. 20 pF
50 Ω sind sinnvoll, wenn in Hochfrequenzanwendungen zur Vermeidung von Signalreflexionen Kabelenden mit dem sog. Wellenwiderstand des Kabels abgeschlossen werden müssen. Siehe hierzu auch die Ausführungen zu logarithmischen Messwertangaben in dBm im ersten Kapitel.

Auflösung Display:                   ca. 320 x 240…1.024 x 768

Digitale Schnittstellen:             z.B. USB, IEEE-Laborbus, Ethernet, LXI
USB:   Universal Serial Bus, Standardschnittstelle für externe PC-Module
IEEE:   Institute of Electrical and Electronics Engineers, der sog. IEEE-Bus (auch GPIB genannt, General Purpose Instruction Bus) ist ein älterer, aber nach wie vor der dominierende Bus zur Laborgerätevernetzung.
LXI:     LAN eXtensions for Instrumentation, eine auf Ethernet (oft als local area network LAN bezeichnet) basierende leistungsfähigere Schnittstelle zur Laborgerätevernetzung

Auswertefunktionen:               z.B. Multimeterfunktionen, FFT, MSO
FFT:     Fast Fourier Transformation, ein Algorithmus zur Berechnung des Signalspektrums aus einem zuvor über eine gewisse Zeit abgetasteten Signal; siehe auch untere Ausführungen zum Spektrumanalysator
MSO:   Mixed Signal Oscilloscope, ein Oszilloskop mit zusätzlichen reinen Digitaleingängen zur Untersuchung von gemischt analog/digitalen Schaltungen

Über die aufgeführten Schnittstellen – bei einfacheren Oszilloskopen fehlen sie jedoch meist – kann ein Oszilloskop auch komplett von einer entsprechenden Software im PC ferngesteuert werden. Das Oszilloskop kann damit insbesondere auch Teil eines automatisierten Testplatzes sein.

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Etliche in der Messtechnik und Sensorik bekannte Institutionen haben nach wenigen Wochen der Freischaltung bereits über das Kompendium berichtet, z.B. das Messweb sowie die Strategische Partnerschaft Sensorik. Auch in Wikipedia haben wir etliche Links bereits entdeckt. Einen ausführlichen Bericht finden Sie ab S. 3 der Ausgabe 92 des Sensorik-Magazins. Das Magazin wird herausgegeben vom renommierten, vom Bayerischen Wirtschaftsministerium unterstützten Sensorik-Cluster. Die Elektronikpraxis (bzw. hier) hat über Professor Böttcher als unseren Herausgeber zwei Fachartikel zu Themen aus diesem Kompendium veröffentlicht.

Die Professur für Regelungstechnik und Elektrische Messtechnik verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung von praxisnahen Studien- und Forschungsarbeiten für Unternehmen. Besonderes Know-How besteht in der Akquisition staatlicher Forschungsfördergelder für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), welche die Professur im Rahmen geplanter Kooperationen gerne übernimmt. Web: https://www.unibw.de/regelungs-und-messtechnik

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