Wie in Bild 1 am einfachen Beispiel einer Temperaturmessung gezeigt, geht es in der Messtechnik stets darum, eine an einem bestimmten Ort herrschende „Messgröße“ mittels eines geeigneten Aufbaus in einen „Messwert“ überzuführen. Der Messwert kann uns wie im Bild durch ein Messgerät direkt angezeigt werden oder er kann nachfolgenden elektronischen Systemen zur Weiterverarbeitung in geeigneter Form zugeführt werden. Direkt mit der Messgröße zusammenhängende elektrische Signale zwischen den beiden Stellen, an denen Messgröße und Messwert anfallen, bezeichnen wir als „Messsignale“. Sie tragen die Information über die Messgröße, was auf unterschiedlichste Weise realisiert sein kann z.B. als analoger Spanungs- oder Stromwert, als frequenzmoduliertes Signal, als Digitalwort etc.

Bild 1: Messgröße, Messsignal und Messwert

Tragbare Messgeräte sind vor allem für den Labor- und Wartungseinsatz verbreitet. Im Prüffeld dominieren dagegen eher durch eine PC-Applikation gesteuerte Prüfplätze, bei denen Messwerte in entsprechenden PC-Messkarten oder in mit dem PC über ein Bussystem verbundenen externen Messmodulen generiert werden; über entsprechende Softwaretreiber werden diese dann in die Applikation eingelesen und dort verarbeitet und ggf. auch visualisiert. Werden messtechnische Schaltungen wie eingangs angesprochen  innerhalb eines automatisierten technischen Systems eingesetzt, erfolgt die Weiterverarbeitung der Messwerte oftmals in eingebetteten Steuerprogrammen, die auf entsprechenden Prozessoren – in diesem Kontext auch als „Embedded Controller“ bezeichnet – ablaufen.

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