Nachdem wir uns bislang mit einigen für die Messtechnik wichtigen Grundlagen beschäftigt haben, wollen wir in diesem Kapitel zum ersten Mal „richtig“ messen. Und zwar zunächst die zentrale Größe schlechthin – die elektrische Spannung. Wie bereits angedeutet, werden in praktisch allen messtechnischen Systemen die zu messenden Größen, ob elektrischer oder nicht elektrischer Natur, letztlich in Spannungen umgeformt, da diese vergleichsweise einfach digitalisierbar sind.

Mit „Digitalisieren“ ist hier gemeint, dass aus der analogen Spannung ein Digitalwort gewonnen wird, das diese Spannung wertmäßig kennzeichnet. Das Digitalwort wird in entsprechend programmierbaren digitalen Systemen, wie sie praktisch jedes Messsystem beinhaltet, weiterverarbeitet. Bei diesen kann es sich beispielsweise um einen konventionellen PC oder um den Embedded Controller eines Multimeters handeln. Wie wir gleich noch sehen werden, stellt das Digitalisieren bereits den wesentlichen Kernprozess beim Messen elektrischer Spannungen dar.

Danach wenden wir uns dem Messen weiterer wichtiger elektrischer Größen zu, zunächst des elektrischen Stroms. Es folgt die über Spannung und Strom definierte elektrische Leistung. Da Messwerte mitunter auch als Frequenzsignal übertragen werden, werden wir abschließend auch kurz auf die Frequenzmessung eingehen. Signaltechnisch gesehen handelt es sich dabei um ein periodisches Wechselspannungssignal, dessen Frequenz den Messwert kennzeichnet. Man spricht auch von einem frequenzmodulierten Signal (FM-Signal).

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