Wie oben aufgeführt beginnt die Signaldarstellung an der Stelle t = 0, die in diesem Kontext auch Triggerzeitpunkt genannt wird, sobald das Signal die sog. Triggerbedingung erfüllt. Diese besteht im einfachsten (und auch mit Abstand am häufigsten verwendeten) Fall aus der Konfiguration eines Signalpegels und der Angabe, ob bei steigender oder fallender Signalflanke (engl. Slope) getriggert werden soll. Erst wenn das für die Triggerung verwendete Signal genau diese Bedingung erfüllt, wird mit der Signaldarstellung begonnen und zwar genau so, dass der Signalwert zum Triggerzeitpunkt an der Stelle t = 0 im Display aufgeführt wird.

Daraus resultiert, dass – abgesehen von komplexeren Darstellmöglichkeiten höherwertigerer Oszilloskope – i.d.R. auch bei Darstellung mehrerer Signale nur auf eines getriggert werden kann. Dieses ist entsprechend als Triggerquelle zu konfigurieren. Alternativ kann als Triggerquelle auch ein Signal ausgewählt werden, das über eine separate BNC-Buchse („Extern“) nur für diesen Zweck angeschlossen wird. Weitere Alternativen sind üblicherweise eine spezielle Triggerart, die eine auf Standardvideosignale synchronisierte Darstellung erlaubt („Video“) sowie die geräteinterne Triggerung auf die 230 V-Wechselspannungsversorgung des Oszilloskops.

Ähnlich den Kopplungsarten der Eingangssignale kann speziell für die Auswertung des zur Triggerung vorgesehenen Signals auch nochmals die Kopplung konfiguriert werden. Hier sind üblich:

DC:                  Direct Current, Signal wird unverändert zur Triggerung verwendet.

AC:                  Alternate Current, vor der Triggerung wird der Signalgleichanteil (Mittelwert) heraus gefiltert.

LF Reject:        Zur Vermeidung von Falschtriggerungen durch überlagerte Störsignale niederer Frequenz kann ein entsprechender Hochpassfilter konfiguriert werden.

HF Reject:       dito. für Störsignale höherer Frequenz mit Tiefpassfilter

Noise Reject:  Die Triggerung wird mit einer Hysteresefunktion überlagert, was Falschtriggerungen durch überlagertes Störrauschen minimiert.

Darüber hinaus bieten Oszilloskope i.d.R. auch komplexere Triggervarianten an. So z.B. das sog. Time Delay, bei dem nach Eintreten der Triggerbedingung noch eine einstellbare Zeit gewartet wird, bevor das Signal bei t = 0 dargestellt wird. Oder die Impulsbreitentriggerung, bei der auf das Eintreffen von Impulsen mit konfigurierbaren Impulseigenschaften wie v.a. auch die Impulsbreite im Triggersignal als Triggerbedingung gewartet wird. Als letztes Beispiel sei die Konfiguration bestimmter Logikmuster (Logic Pattern) speziell bei binären Eingangssignalen genannt, wie sie qualitativ höherwertigere Oszilloskope mitunter anbieten.

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